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5. - 6. November 2019 // Nürnberg, Germany

Net.Law.S Newsroom

Quo Vadis Digitale Transformation

Wie digital ist die deutsche Wirtschaft?

Digitalisierung und Transformation
„Der deutsche Mittelstand hat teils durchaus noch Nachholbedarf in Sachen Transformation.“ // © metamorworks / istockphoto.com

Kaum ein anderes Thema beherrscht die Wirtschaftsmedien so sehr wie die Digitale Transformation und Schlagwörter wie Blockchain, Artificial Intelligence oder Machine Learning. Doch ist das Thema überall angekommen und verstanden worden? Wir haben Thomas Eilrich gefragt, der Chefredakteur des DUB-UNTERNEHMER-Magazins beobachtet und analysiert seit Jahren die Entwicklung der deutschen Unternehmerlandschaft und sieht sich und seine Redaktionsteam als Impulsgeber für Digitalisierung und Transformation. Seine Einschätzung zur Digitalen Transformation erfahren Sie exklusiv im folgenden Net.Law.S Interview.

Net.Law.S: Das selbsternannte „Leitmedium für die Digitale Transformation“ ist ein Printmagazin? Bitte erklären Sie uns, wie das geht.

Thomas Eilrich: Das geht ganz einfach: Das Magazin ist eine Weiterentwicklung aus dem Digitalportal DUB.de, das eine Nachfolge- und Franchisebörse zum Kern hat. Dieses Portal wurde nach und nach um Content für Unternehmer und diverse Newsletter erweitert.

Um dem redaktionellen Content größtmögliche Reichweite in der Zielgruppe der Führungskräfte zu verschaffen, wurde das DUB-UNTERNEHMER-Magazin aus der Taufe gehoben, das in Partnerschaft mit „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ mit einer Auflage von gut 270.000 Exemplaren publiziert wird. Damit sind wir Deutschlands auflagenstärkster Wirtschaftstitel.

Der inhaltliche Fokus lag von Beginn an auf dem Thema Digitale Transformation. Und natürlich werden die Inhalte des Magazins und ergänzende Inhalte auch auf dem Portal gespiegelt – ob als Online-Content, Video, Blog oder Podcast oder als Live-Event wie zuletzt mit dem DUB-Think-Tank.

Das macht Sinn. Und was ist Ihre Einschätzung als Journalist und Experte hinsichtlich der Frage, an welchem Punkt der Digitalen Transformation wir aktuell stehen?

Die Frage impliziert, dass es sich um einen Prozess handelt, der irgendwann einmal abgeschlossen sein wird. Dem ist aber nicht so. Der Wandel wird uns in Wirtschaft und Gesellschaft künftig permanent begleiten. Zudem sind Pauschalurteile immer mit Vorsicht zu betrachten. Eines aber zeigt sich aus unserem gemeinsam mit KPMG und zwei Hochschulen entwickelten „Smart Company Check“ – einem Zukunftsfähigkeitstest, an dem bereits über 6.000 Unternehmen teilgenommen haben: Der deutsche Mittelstand hat teils durchaus noch Nachholbedarf in Sachen Transformation.

Woran liegt das? Ist die deutsche Wirtschaft verängstigt? Oder zu sorglos?

Ich sehe zumindest ein stetig wachsendes Erkennen, dass etwas in Sachen Wandel getan werden muss. Das mündet dankenswerterweise oft genug auch in Aktionen, seltener in Aktionismus. Sorglos gibt sich eigentlich niemand mehr. Es fehlt aber an Orientierung. Hier setzen wir mit dem DUB-UNTERNEHMER-Magazin an und helfen durch unsere weltweite Recherche, unser Netzwerk und Best Cases aus der Wirtschaft. Fazit: Der Aufbruch geht teils noch langsam vonstatten. Aber er findet statt.

Was sind aktuelle Trendthemen innerhalb der Digitalen Transformation?

Da gibt es Zahlreiche: Noch bis vor kurzem war es die Blockchain. Aktuell wird allerdings vor allem über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und damit verbunden Machine Learning, Deep Learning, schwache und starke KI oder neuronale Netze gesprochen. Wichtig: Nur weil ein Thema gerade nicht „Trend“ ist, heißt es nicht, dass die Technologie nicht revolutionäres Potenzial besitzt.

Wie wird Künstliche Intelligenz unser Leben verändern?

In jedem Fall spürbar. Die Einsatzgebiete sind – je nach Definition dessen, was man unter KI versteht – fast unerschöpflich. Das gilt sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Vielfach erleben wir den Einsatz von intelligenter Technologie bereits heute. Blicken Sie mal hinter die Kulissen ihres Facebook-News-Feeds oder halten Sie ein Pläuschchen mit Alexa. Auch in der Industrie kommen smarte Tech-Lösungen regelmäßig und zunehmend zum Einsatz.

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Müssen wir uns vor Robotern fürchten oder sollten wir uns über sie freuen?

Fragen Sie mal Elon Musk. Der schürt öffentlichkeitswirksam die Sorge und bietet im Umkehrschluss natürlich auch Lösungen an. Allen Experten zufolge, mit denen wir regelmäßig sprechen, ist KI noch deutlich davon entfernt, den Robotern „echtes“ Leben einzuhauchen. Nicht wenige glauben gar, dass dies niemals in dem Ausmaß geschehen kann, wie es uns mittelmäßige Science-Fiction-Streifen immer wieder weismachen wollen. Daher glaube ich, dass wir KI und Roboter erst einmal als sehr nützliche Hilfen in vielen wichtigen Arbeits- und Alltagsbereichen erleben werden. Stichwort Co-Bots. Maschine und Mensch ergänzen sich in ihren jeweiligen Stärken.

So fortgeschritten ist die artifizielle Intelligenz

Machen Sie sich denn auch persönlich manchmal Gedanken um ihren eigenen Job, weil er zum Beispiel durch KI und Content generierende Roboter überflüssig werden könnte?

Egal über welche Tätigkeit wir sprechen: Jede einzelne wird sich in Zukunft durch den Einsatz von Technologie verändern. Daher gilt es, stets anpassungsfähig und vor allem anpassungswillig zu bleiben. Aktuell ist allerdings noch unklar, wann und inwieweit KI zutiefst menschliche Prozesse wie kreative Contentverarbeitung oder Gestaltung abbilden kann. Auf der anderen Seite übernimmt Technologie bereits heute einfache Sportberichterstattung. Daher heißt es ganz simpel, alert zu sein und sich selbst weiterzuentwickeln, statt vor Sorge zu erstarren. Das gilt auch für uns als Inhalte produzierendes und -verbreitendes Medium und äußert sich zum Beispiel in Ideen und Mut für neue Kreativformate.

Herzlichen Dank für die Einblicke.

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