20. - 21. Februar 2018 // Nürnberg, Germany

Net.Law.S Newsroom

Net.Law.S überzeugte mit gelungener Premiere

Abschlussbericht

Unter dem Titel „Voran, nicht zurück: Digitalisierung positiv gestalten“ referierte Koryphäe Dr. Arnd Haller, Leiter Recht, Google Germany über rechtliche Aspekte und Fragestellungen rund um die Digitalisierung.

Nach zwei intensiven und spannenden Tagen ging Net.Law.S – Konferenz für Recht, Gesellschaft und Industrie in der digitalen Welt erfolgreich zu Ende. Im Fokus standen rechtliche Fragestellungen zu Industrie 4.0, E-Health und Smart Mobility. Hochkarätige Referenten präsentierten den über 150 Teilnehmern und Referenten aus Deutschland und der Schweiz erstklassige und hochwertige Fachvorträge. Rund um die Konferenz konnten die Teilnehmer unter anderem in den BarCamps das Gehörte vertiefen und sich auf fachlich hohem Niveau intensiv austauschen.

Net.Law.S – Konferenz für Recht, Gesellschaft und Industrie in der digitalen Welt behandelte als erste und einzige Konferenz auf fachlich hohem Niveau ungeklärte Rechtsfragen rund um die Zukunftsthemen Industrie 4.0, E-Health und Smart Mobility. Damit leistete sie einen wichtigen Beitrag, die Lücke zwischen dem Fortschritt der Digitalisierung und dem der Gesetzgebung bzw. Rechtsprechung zu schließen. Konferenzprogramm und Referenten gleichermaßen, machten die erste Ausgabe der Net.Law.S zu einem Pflichttermin für alle, die sich mit rechtlichen Aspekten und Fragestellungen rund um die Digitalisierung auseinandersetzen.

„Wir sind mit der Premiere der Net.Law.S sehr zufrieden. Mit mehr als 150 Teilnehmern und Referenten überzeugte die kleine aber feine Konferenz ihr eng fokussiertes Publikum. Die Resonanz der Teilnehmer zeigt uns, dass wir mit den Themen genau richtig lagen. Wir messen der Veranstaltung in Zukunft großes Potential bei, insbesondere auch wegen der vielen positiven Stimmen noch während der Veranstaltung. Wir werden nun daran gehen, die zweite Net.Law.S mit dem gesammelten Wissen voranzutreiben und weiterhin eng an den Bedürfnissen unserer Teilnehmer auszurichten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns auf die kommende Net.Law.S 2018", so Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse.

Ein ebenso positives Resümee zieht auch Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik, Leiter der Forschungsstelle RobotRecht an der Universität Würzburg und Partner der Net.Law.S: „Die Premiere der Net.Law.S ist gelungen. Das Besondere der Konferenz war auf der einen Seite die außerordentlich hohe Aktualität der Themen und auf der anderen Seite die starke Fallorientierung. Neueste Gesetzesvorschläge aus den Ministerien und Gremien wurden hier analysiert und juristisch bewertet. Wir freuen uns sehr, dass die Referenten und Teilnehmer mit dem Programm und der Veranstaltung sehr zufrieden waren. Das zeigt das Feedback, das wir noch während der Veranstaltung bekommen haben." Prof. Hilgendorf und sein Team waren maßgeblich für die Programmgestaltung und fachliche Beratung verantwortlich. „Die Bedeutung der Veranstaltung untermauern unter anderem Referenten wie Dr. Alexander Tettenborn, Referat Digital- und Informationstechnik, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Prof. Dieter Birnbacher, Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer. Insgesamt kann man festhalten, dass die hochkarätigen und erstklassigen Referenten und Teilnehmer der Erstveranstaltung Gewicht und Gesicht gegeben haben. Wir freuen uns auf die Net.Law.S 2018", so Hilgendorf weiter.

Hochkarätige Informationen von Experten für Experten

Der erste Veranstaltungstag startete mit der überzeugenden Keynote von Dr. Arnd Haller, Leiter Recht, Google Germany. Unter dem Titel „Voran, nicht zurück: Digitalisierung positiv gestalten" referierte er über Innovation als Motor für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt, die Bedeutung von Daten, rechtliche Rahmenbedingungen der Digitalisierung sowie den Stand der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Anschließend spannte Net.Law.S den Bogen weit über die Themencluster Industrie 4.0, E-Health und Smart Mobility: Beispielsweise beleuchtete Dr. Dirk Wisselmann, Referent Automatisiertes Fahren, BMW Group in seinem Vortrag kenntnisreich die verschiedenen Stufen des automatisierten Fahrens, die der Automobilhersteller entwickelt. Er zeigte auf, welche Szenarien mittel- bzw. langfristig umsetzbar sind. Insbesondere die rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekte wurden dabei intensiv betrachtet.

Stefan Grieger, DVR-Hauptstadtbüro, Deutscher Verkehrs-sicherheitsrat setzte sich intensiv mit dem Thema automatisiertes Fahren und Vision Zero, der Mission, ein Level von null Verkehrstoten zu erreichen, auseinander. Da 90 % aller Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, sind die positiven Einflüsse von automatisierten Fahrzeugen auf die Vision Zero sehr vielversprechend. Grieger appellierte dennoch daran, zusätzliche Maßnahmen wie beispielsweise absolutes Alkoholverbot am Steuer oder Erhöhung der Landstraßensicherheit nicht außer Acht zu lassen, da die vollkommene Umstellung auf automatisiertes Fahren ein sehr langer und langsamer Prozess ist. Die Vision Zero sei nur dann gefährdet, wenn man sich vollkommen auf automatisiertes Fahren verließe.

Prof. Niko Härting, HÄRTING Rechtsanwälte PartGmbB räumte in seinem Vortrag mit Begriffen wie Dateneigentum und Maschinendaten ohne Personenbezug auf. Sein Resümee für die Zukunft des Datenschutzes: Wir brauchen Regulierung für Algorithmen, Transparenz, Regeln gegen Diskriminierung, Fremdbestimmung und Manipulation sowie eine neue Datenschutzreform.

Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf leitete das Panel E-Health gelungen mit einem Überblick darüber ein, welche Entwicklungen unter den Begriff E-Health fallen und machte die hohe moralische Relevanz des Themas deutlich. An konkreten Fallbeispielen zu den Themenfeldern Verantwortung für Sabotageanfälligkeit, Verantwortung bei Übertragung medizinischer Entscheidung an lernfähige Automaten, Probleme im Mensch-Maschine-Kontakt, Umgang mit personenbezogenen sowie nicht-personenbezogenen Daten und Entstehung neuer Pflichten aus Überwachungsmöglichkeiten zeigte er anschaulich auf, wie die Rechtsprechung in Zukunft aussehen könnte.

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden unter: www.twitter.com/netlaws 

Die kommende Net.Law.S – Konferenz für Recht, Gesellschaft und Industrie in der digitalen Welt findet am 20. und 21. Februar 2018 statt.

top